Portfolio

 

Wildtier- & Kollisions-Monitoring
Die Überwachung von Wildtieren ist eine große Herausforderung für Biologie und Naturschutz - da die Tiere meist schwer zu finden sind. Dies gilt besonders für seltene, versteckt lebende oder sehr kleine Tiere. Nur sehr selten werden diese Tiere direkt beobachtet. Hier liegt ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit in der Ausbildung, der Betreuung und dem Einsatz von Spürhunden im Natur- und Artenschutz. Die NATURSCHUTZHUNDE bilden Spürhunde für den Nachweis unterschiedlichster Wildtiere wie zum Beispiel Goldschakal, Wildkatze oder Luchs aus. Durch diese Arbeit wurde im Jahr 2020 die "Sensationelle Rückkehr der Wildkatzen" nach Österreich belegt und viele wertvolle Daten für den Naturschutz gesammelt. Die Suchhunde können unterschiedlichste und kleinste Spuren der Wildtiere erschnüffeln und anzeigen: Kot, Haare oder Beutetierreste - alles kein Problem für gut ausgebildete Hunde.

Zum Beispiel bilden wir auch Suchhunde für den Nachweis von Fledermaus- und Eulenquartieren aus. Die Quartiere dieser meist gefährdeten Arten liegen oft sehr hoch und sind schwer für den Menschen zu finden - doch NATURSCHUTZHUNDE können auch das leisten und Quartiere in großen Höhen, sowie in Spalten, Höhlen und Ritzen von Gebäuden und Bäumen erschnüffeln und anzeigen. Zudem erschnüffeln die Hunde Spuren von Fledermauskot (oder Fledermausguano) und Eulengewöllen und tragen mit diesen Nachweisen zum Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume bei. Ein weiteres Einsatzgebiet der NATURSCHUTZHUNDE ist das Kollisions-Monitoring von toten Vögel und Fledermäusen, die einem Zusammenstoß mit Windkraftanlagen, Freileitungen oder Glasflächen zum Opfer fallen. Daten über solche Kollisionsopfer leisten einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung von Schutzmaßnahmen um solche Strukturen und somit zum Natur- und Artenschutz in unterschiedlichsten Landschaften.

Illegale Verfolgung von Greifvögeln bekämpfen
Die illegale Verfolgung von Greifvögeln hat insbesondere im Osten Österreichs stark zugenommen. Dabei wird häufig das verbotene Nervengift Carbofuran verwendet, um Köder für Greifvögel zu präparieren. Diesen Ködern fallen auch viele andere Wild- und Haustiere zum Opfer. Unsere Partner von BirdLife, WWF und Naturschutzbund setzen speziell ausgebildete Spürhunde gegen die illegale Verfolgung von Greifvögeln ein. Die Spürhunde können tote Greifvögel und deren Spuren in allen Verwesungsstadien aufspüren und anzeigen. Durch den Einsatz des hochwirksamen Gifts Carbofuran ist diese Arbeit besonders gefährlich und erfordert besondere Ausbildung, bei der die NATURSCHUTZHUNDE ihre Partner unterstützen. Mehr Informationen unter: https://imperialeagle.eu/de

Borkenkäfer-Spürhunde

Borkenkäfer wie zum Beispiel der Buchdrucker (Ips typographus) verursachen zunehmend große Schäden in Forstbeständen. Befallene Bäume frühzeitig zu erkennen, ist wesentlich für eine erfolgreiche Bekämpfung der Schädlinge. Die NATURSCHUTZHUNDE unterstützen mit speziell ausgebildeten Spürhunden Förster und Forstbetriebe in ganz Österreich, um hier einen wichtigen Beitrag zu leisten. Durch ihre hochsensiblen Nasen können die Spürhunde Borkenkäfer-Befall anzeigen, bevor die Krankheitssymptome sichtbar sind. Durch die gezielte Entfernung befallener Bäume kann somit ein großflächiger Befall und die Schlägerung ganzer Bestände verhindert werden. In unserer Arbeit hat sich gezeigt, dass Borkenkäferspürhunde nicht nur deutlich mehr finden als der Mensch allein, sondern auch in viel kürzerer Zeit und zu geringeren Kosten.

Kompetente Ausbildung und Prüfung
Die NATURSCHUTZHUNDE bilden Spürhunde für diese unterschiedlichen Einsatzbereiche aus, entwickeln Prüfungsordnungen mit ihrem wissenschaftlichen Beirat und führen Zertifizierungen mit unabhängigen GutachterInnen durch. Durch die wissenschaftlich geprüften und unabhängigen Prüfungen zur Zertifizierung von Spürhunde-Teams, stellen wir überprüfbare und hohe Qualität unserer Arbeit und der ausgebildeten Teams sicher. In unseren Projekten kommen ausschließlich zertifizierte Spürhunde-Teams zum Einsatz.

 


Laufende Projekte

Kollisions-Monitoring (2020-2021) – Windkraftanlagen und Kadaverspürhunde

 

Seit Sommer 2020 sind die NATURSCHUTZHUNDE in der Suche nach tierischen Kollisionsopfern unter Windkraftanlagen im Nordburgenland und der Steiermark im Einsatz. Das Gebiet im Nordburgenland suchen unsere zertifizierten Kadaverspürhunde-Teams alle zwei Wochen über ein ganzes Jahr ab. Gesucht wird vor allem nach toten Vögeln und Fledermäusen, die mit den Rotorblättern der Windkraftanlage kollidiert sind. Die NATURSCHUTZHUNDE können diese Arbeit optimal unterstützen, da sie im Gegensatz zu den Menschen auch sehr kleine und verdeckte Kadaver zuverlässig und schnell finden. So können wir den Einfluss von Windkraftanlagen auf Vögel und Fledermäuse effizient untersuchen und dadurch zur Verbesserung von Schutzmaßnahmen beitragen.

Naturschutzhund
Kollisionsmonitoring, Bild: S.Knöpfer

LIFEstockProtect (2020-2025) – Länderübergreifender Herdenschutz

 

Das Ziel des länderübergreifenden Herdenschutzprojektes LIFEstockProtect ist, optimierte Herdenschutzmaßnahmen im deutschsprachigen Alpenraum umzusetzen. Das 5-jährige EU-Projekt findet in Österreich, Deutschland und Italien statt. Im Fokus stehen Zusammenarbeit mit LandwirtInnen und Wissensvermittlung zum Thema Herdenschutz. Durch professionelle Aus- und Weiterbildung wird mit LandwirtInnen z.B. korrekter Zaunbau und der Einsatz von Herdenschutzhunden optimiert. Dazu werden 20 Herdenschutz-Kompetenzzentren in den drei Projektländern entstehen, in denen Schulungen und Workshops für LandwirtInnen, HirtInnen und HerdenschutzberaterInnen stattfinden. Intensive Öffentlichkeits- und Medienarbeit spielt eine zentrale Rolle bei der Reduktion von Konflikten zwischen Menschen und großen Beutegreifern. Die NATURSCHUTZHUNDE bilden für das Projekt mindestens 20 Spürhunde für den Nachweis von Wolfsvorkommen und anderen großen Beutegreifern aus. Durch den Nachweis von Kot-Spuren und Rissbegutachtungen werden wichtige Daten gesammelt und Nachweise ermöglicht, die in allen Regionen des Projekts präventives und frühzeitiges Handeln im Herdenschutz ermöglichen.

www.lifestockprotect.info